Ausbruch statt Ausrottung – Masern nach wie vor präsent in Deutschland

Die Eliminierung der Masern in Europa war das ehrgeizige Ziel der WHO für 2015. In den letzten Monaten kam es jedoch zu einem erneuten großen Masern-Ausbruch in Deutschland, und dessen Ende ist noch nicht in Sicht. Die Voraussetzungen für die Masern-Ausrottung waren positiv, die Impfstoffe sind sicher und wirksam. Außerdem gibt es keine weiteren Überträger als den Menschen, bei genügend hoher Durchimpfungsrate könnte sich das Virus nicht mehr verbreiten. Jedoch genau daran ist die Umsetzung des Vorhabens gescheitert.

Denn die 95 % an geimpften Personen, die für eine Ausrottung nötig wären, wurden in Deutschland noch immer nicht erreicht. Das betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Gerade in der Generation der nach 1970 geborenen Erwachsenen sind erhebliche Impflücken vorhanden.

Ein redaktioneller Film zeigt die Hintergründe zum WHO-Ziel der Masernausrottung und den vorhandenen Impflücken auf. Durch Interviews mit medizinischen Experten und einer Patientin wird unter anderem die Krankheit Masern erläutert und die Situation in Deutschland im internationalen Vergleich dargestellt.

 

 

 

Impfschutz überprüfen

Die Masern-Impfung wurde bereits im Jahr 1970, also vor 45 Jahren in Deutschland eingeführt, damals noch als eine einmalige Impfung. Um einen sicheren Schutz vor Masern zu erreichen, sind jedoch zwei Impfdosen in Folge nötig, wie man heute weiß. Seit 1991 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) mittlerweile die Impfung mit zwei Impfdosen. Bei allen nach 1970 Geborenen existieren daher bei den Masern Impflücken. Bei den 30- bis 39-Jährigen haben beispielsweise nur 46,7 Prozent mindestens eine einmalige Dosis erhalten.  Nur wenn diese Impflücken geschlossen werden können und auch weiterhin Kinder mit zwei Dosen geimpft werden, kann das WHO-Ziel der weltweiten Masern-Eliminierung erfolgreich umgesetzt werden – und damit etwa 146.000 Todesfälle pro Jahr verhindert werden.

Allen nach 1970 geborenen Erwachsenen wird deshalb geraten, den Impfschutz überprüfen zu lassen. Die Krankenkassen kommen bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr und bei den nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unzureichendem oder unklarem Impfstatus für die Kosten auf. Die Masern-Impfung wird in Kombination mit Mumps und Röteln verabreicht. Auch bei diesen Krankheiten bestehen noch erhebliche Impflücken.

 

Mit freundlicher Unterstützung von GlaxoSmithKline.

 

 

 

 

 

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