ÖKO-TEST: Obstbrei

Viele Obstbreie sind eine echte Mogelpackung. Denn sie sind mit Wasser gestreckt, enthalten zu wenig Frucht und sind auch noch versteckt gesüßt. Das ist das Resümee der aktuellen Untersuchung des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST.

Fruchtbreie verdienen ihren Namen nicht, denn ein Blick auf die Zutatenliste entlarvt, dass teilweise deren Hauptbestandteil Wasser ist. Damit die Masse dann wieder eine feste Konsistenz bekommt, wird sie mit Reismehl oder -stärke gebunden. Der Fruchtgeschmack kommt oftmals nicht von der pürierten Frucht, weil manche Hersteller auf Fruchtsaftkonzentrate setzen. Diese haben aber nicht so viele wertvolle Nährstoffe wie pures Obst, da Fruchtsäfte insgesamt stärker verarbeitet sind und ihnen beim Konzentrieren zudem Aroma entzogen wird, das später wieder zugefügt werden muss.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass in drei Obstbreien Birnen- oder Apfeldicksaft stecken. Das sind hoch konzentrierte Säfte, die zum größten Teil aus Zucker bestehen und deshalb als Süßungsmittel dienen. Das ist unnötig, denn in Obst steckt ohnehin süßer Fruchtzucker.

Die gute Nachricht ist aber: Problematische Inhaltsstoffe wie Pestizidrückstände, Schimmelgift oder Keime fanden die Labors nicht. Und immerhin ein Brei erhält von ÖKO-TEST die Bewertung „sehr gut“ sowie sechs Breie die Note „gut“. Eltern rät das Verbrauchermagazin, die Breie selbst herzustellen oder zumindest beim Kauf auf die Zutatenliste zu achten und nur Breie mit echter Frucht zu kaufen.

Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2011 gibt es seit dem 24. Juni 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

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